SEO-Tipps für Hotels und Pensionen

Posted 28 Aug 2010 — by admin
Category Internet, SEO, Touristik

“All Inclusive”, “Familienurlaub”, “Wellnessreisen” – all das sind Suchbegriffe, auf die unzählige SEO-Agenturen, Reiseveranstalter und Hotels Suchmaschinenoptimierung betreiben. Doch man muss nicht unbedingt unter einem dieser High Competitive Keywords auf Seite 1 bei Google platziert sein, um erfolgreich SEO zu betreiben und neue Kunden auf die eigene Homepage zu locken.

Besonders für Hotels und Pensionen ist es äußerst lohnenswert, Suchmaschinenoptimierung auf lokaler Ebene zu betreiben. Eine Suchmaschinenoptimierung auf sogenannte Long-Tail-Keywords wie “Hotel Mayrhofen“, “Kururlaub Marienbad” oder “Pension Schwarzwald” bietet im Vergleich zu einem Top-Keyword zahlreiche Vorteile. Der Konkurrenzkampf im SEO-Bereich ist auf lokaler Ebene noch längst nicht so groß wie auf nationaler oder sogar internationaler Ebene: Zahlreiche lokale Anbieter – zum Beispiel Hotels und Pensionen, aber auch Reisebüros oder Wellness- und Beauty-Einrichtungen – haben die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung noch gar nicht erkannt und setzen bei Ihren Marketingmaßnahmen noch immer hauptsächlich auf Anzeigen in der Presse, Flyer oder Branchenverzeichnisse wie die Gelben Seiten statt auf SEO.

Dabei hat das Internet auch bei der Suche nach Lokalanbietern längst die traditionellen Medien abgelöst: Wer heute einen Arzt, Friseur oder Rechtsanwalt in seiner Heimatstadt sucht, schaut längst nicht mehr ins Telefonbuch oder in die Lokalzeitung, sondern sucht bei Google nach “Friseur Krefeld” oder “Zahnarzt Düsseldorf“. Auf die selbe Weise suchen Urlauber oder Geschäftsreisende bei Google gezielt nach einem Hotel oder einer Pension in einer gewünschten Stadt oder Region. “Hotel Gelsenkirchen” oder “Familienhotel Allgäu” erzielen zwar kein so hohes Suchvolumen wie die Top-Suchbegriffe “All Inclusive Urlaub” oder “Mallora Reisen” – doch in der Summe können Sie über die Long-Tail-Keywords mehr Traffic erzielen als über ein High Competitive Keyword. Als Betreiber eines Stadthotels oder Familienhotels in einer bestimmten Stadt oder Urlaubsregion können Sie somit per SEO gezielt qualitativ hochwertige Besucher auf Ihre Internetseite lotsen, die genau das suchen, was Sie zu bieten haben.

Die lokale SEO bietet Hotels, Pensionen oder Reisebüros zudem noch weitere Vorteile: Auf Grund der weitaus geringenen Anzahl an Konkurrenten ist lokale Suchmaschinenoptimierung nicht nur weniger zeitaufwendig, sondern auch bedeutend günstiger. Häufig genügt schon eine gute Onsite-SEO, um Ihr Hotel oder Pension unter den lokalen Suchergebnissen bei Google auf die erste Seite zu bringen. Somit sparen Sie viel Geld, da Sie keine horrenden Summen in zahlreiche, meist sehr teure Backlinks investieren müssen. Wenn man also die Suchmaschinennutzer auf lokaler Ebene anspricht, kann man so mit relativ wenig Aufwand sehr gute SEO-Ergebnisse erzielen und die Zahl der Buchungen über die eigene Internetseite erhöhen.

Zudem werden lokale Suchtreffer von Google mit Adresse und Telefonnummer auf einer Ortskarte dargestellt – meist sogar über allen anderen Suchergebnissen!

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iPad Testbericht

Posted 20 Aug 2010 — by admin
Category Social Media

Seit genau einer Wocher bin ich nun (glücklicher?) Besitzer eines iPads. Genügend Zeit für ein erstes Fazit:

Meine erste Begegnung mit dem iPad eines Freundes vor wenigen Wochen fiel noch relativ ernüchternd aus: Als erstes fiel mir das hohe Gewicht des iPads auf. Als iPhone-User ist man es gewöhnt, das Gerät in einer Hand zu halten und bedienen zu können – beim iPad kann der Arm vom Halten schon nach kurzer Zeit sehr schwer werden. Nach dem Kauf meines iPads merkte ich jedoch auch sehr schnell, dass ein iPad einfach etwas vollkommen anderes als ein iPhone ist.

Das iPad ist nicht das mobile Internet für die Hosentasche. Die Art und Weise, wie man das iPad in den Händen hält, erinnert an das Lesen eines Buches. Und die Orte, an denen man in der Regel ein Buch liest, sind auch die Orte, an denen das iPad am besten zum Einsatz kommt: Das iPad ist somit das mobile Internet für die Wohnzimmer-Couch, den Liegestuhl auf dem Balkon oder das Bett im Schlafzimmer. Und im Flugzeug ist das iPad die ideale Alternative zum Bordprogramm (wer einmal im Flugzeug einen Film auf dem iPhone geschaut hat, weiß wovon ich rede). Weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu einem Laptop muss das iPad nach dem Einschalten nicht erst hochfahren, sondern ist sofort einsatzbereit. Wer also schnell etwas im Internet nachschlagen möchte, findet die gewünschte Information am schnellsten mit dem iPad.

Ernüchterung kommt bei den für das iPad verfügbaren Apps auf: Das Angebot im App Store ist noch erstaunlich übersichtlich und bisher ist mir – bis auf Flipboard – auch noch keine App untergekommen, die das Potential des iPads auch nur annähernd ausschöpft. Achtung: Die iPhone-Apps sind zwar iPad-kompatibel, jedoch genauso klein wie auf dem iphone, wodurch sie auf dem großen Touchscreen natürlich ziemlich verloren aussehen. Hier besteht also noch gewaltiges Erweiterungspotential – doch das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

iTunes werde ich auf dem iPad vermutlich nur für Filme und Fernsehserien nutzen. Meine Musiksammlung verbleibt auf dem iMac (für zuhause) und dem iPhone (für unterwegs). Meine Fotosammlung wird dagegen höchstwahrscheinlich vom iPhone auf das iPad wandern: Das große Display ist einfach ideal, um Freunden und Verwandten die neuesten Urlaubsbilder zu präsentieren.

Abschließend kann ich sagen, dass das iPad tatsächlich die Lücke zwischen iPhone und Laptop geschlossen hat (auch wenn man von der Existenz dieser Lücke vorher noch gar nichts wusste). Für mich stellt es deshalb auch kein Problem dar, dass mein iPad nicht über UMTS verfügt: Da ich es überwiegend zum heimischen Couch-Surfen benutzen werden, reicht mir eine WLAN-Verknüpfung vollkommen aus. Und wenn ich unterwegs E-Mails abrufen muss, habe ich schließlich mein iPhone in der Hosentasche.

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SEO-Tipps für Reisebüros

Posted 16 Aug 2010 — by admin
Category SEO, Touristik

Vor einigen Tagen führte ich ein interessantes Gespräch mit der Besitzerin eines Reisebüros zum Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO). Im Laufe der Unterhaltung erzählte Sie mir, dass ihr Reisebüro – zu Ihrer eigenen Verwunderung – sehr viele Anfragen nach Fährticket für Überfahrten von Italien nach Griechenland erhält, obwohl das Reisebüro für dieses Produkt gar keine Suchmaschinenoptimierung betreibt. Eine kurze Keywordrecherche ergab, dass die Homepage ihres kleinen Reisebüros – welches unter den sogenannten High Competitive Keywords noch nicht einmal unter den Top 100-Google-Platzierungen zu finden ist – unter der Suchphrase “fähre italien griechenland” bei Google auf der ersten Seite platziert ist. Dieser Fall ist ein interessantes Beispiel dafür, dass über die sogenannten Long Tail Keywords signifikanter Traffic auf einer Reisebüro-Website erzeugt werden kann.

Der Begriff Long Tail stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt soviel wie “langer” (long) und “Schwanz” (tail). Es geht also um Suchbegriffe mit einem “langen Rattenschwanz” dahinter (long tail keywords). Doch was ist nun der genaue Unterschied zwischen einem “normalen” Suchbegriff und einem Long-Tail-Suchbegriff? Am einfachsten erklärt man diese an Hand des folgenden kleinen Beispiels:

- Normaler Suchbegriff: “Griechenland”
- Long-Tail-Suchbegriff: “Fähre Italien Griechenland mit Wohnmobil”

Long Tail Keywords sind im Gegensatz zu den generischen Keywords also umfangreicher und genauer spezifiziert. Der potentielle Kunde hat demnach bereits eine genaue Vorstellung von dem Produkt, das er in Ihrem Reisebüro sucht.

Der große SEO-Vorteil für Reisebüros und kleine Reiseveranstalter liegt darin begründet, dass die Long-Tail-Suchbegriffe bei der Suchmaschinenoptimierung weitem nicht so hart umkämpft sind wie die generischen Suchbegriffe. Wie Sie an Hand des obigen Beispiels sehen können, ist es auch für kleine Reiseveranstalter und Reisebüros möglich, unter relevanten Suchbegriffen bei Google weit vorne zu stehen. Einzeln betrachtet werden die Long Tail Keywords zwar nicht so häufig bei Google eingegeben, wie zum Beispiel die Begriffe “All Inclusive” oder “Familienurlaub” – in der Summe ist der durch den Long Tail erzielte Traffic nicht zu unterschätzen. Hierzu benötigt man eine gute Onsite-SEO mit einer guten Seitenstruktur und ausführlichem, sorgfältig gepflegtem Content. Dann kommt es nur noch auf die Auswahl der richtigen Long-Tail-Suchbegriffe an, und schon ist auch Ihr Reisebüro bei Google auf der ersten Seite zu finden.

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Touristik hat SEO-Potential noch nicht erkannt

Posted 22 Jul 2010 — by admin
Category SEO, Social Media, Touristik

Das Potential der Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO) von den meisten Touristik-Unternehmen noch immer unterschätzt, bzw. überhaupt nicht erkannt. Alleine die Tatsache, dass ein Hotel oder ein Reisebüro über eine eigene Homepage verfügt, beschert einem Tourismus-Unternehmen noch keine Besucher oder gar Kunden. Denn damit über eine Internetseite auch Reisen gebucht werden, muss die Seite erstmal im Internet gefunden werden. Ohne SEO bleibt es nämlich nur dem Zufall überlassen, ob sich überhaupt ein potentieller Kunde auf die Homepage eines Touristik-Anbieters verirrt. Dabei kann durch Suchmaschinenoptimierung die Zahl der Besucher und potentiellen Buchungen ganz einfach gesteigert werden:

Erst kürzlich veröffentlichte der Suchmaschinenprimus Google Zahlen, die belegen, dass bei Google eine steigende Nachfrage nach touristischen Inhalten besteht. Obwohl immer mehr Kunden ihre Reisen online buchen, ist die Anzahl an Touristik-Unternehmen, die ihre Reiseangebote dank SEO erfolgreich direkt über das Internet vermarkten, jedoch überraschend gering. Vor allem bei Reisebüros und Hotels fehlt häufig jegliches Interesse an Suchmaschinenoptimierung, dem Einsatz von Social Networks wie Facebook oder Twitter, der Erstellung von Unique Content oder gar einer eigenen Internetpräsenz. Man mag es kaum glauben, aber sogar im Jahr 2010 gibt es immer noch eine sehr große Zahl an Reisebüros und Hotels, die nicht nur auf SEO verzichten, sondern nicht einmal über eine eigene Homepage verfügen. Auf zahlreichen Touristik-Websites findet der interessierte User gerade einmal die nötigsten Informationen über das gewünschte Hotel. Ausführliche Texte, anschauliche Bilder und eine Buchungsmöglichkeit über das Internet fehlen in den meisten Fällen.

Das Potential, welches Suchmaschinenoptimierung für Reiseveranstalter, Reisebüros und Hotels im Internet bietet, wird von den meisten Tourismus-Anbietern nicht einmal im Ansatz erkannt. Stattdessen begibt sich der Großteil der Touristik-Unternehmen in die Abhängigkeit der großen Buchungsplattformen und Hotelbewertungsportale. Dabei haben Reisebüros, Hotels und Reiseveranstalter, die das Potential der Suchmaschinenoptimierung verstanden haben, ein leichtes Spiel, um durch geschickte SEO sämtliche Mitbewerber aus der Touristik in die Bedeutungslosigkeit zu katapultieren.

Suchmschinenoptimierung ermöglicht es, ungeahnte Potenziale eines Touristik-Anbieters offen zu legen. Ich unterstütze Reiseunternehmen dabei, ihre besonderen, einmaligen Charakteristika zu finden und sich durch gezielte SEO geschickt im Internet zu positionieren. Ich zeige Ihnen die einmaligen Eigenschaften ihres Reisebüros oder Hotels auf und helfe Ihnen, diese durch Suchmaschinenoptimierung erfolgreich online zu vermarkten.

Ich erstelle oder verbessere ihren Online-Auftritt und optimiere ihn für Google. So wird ihre Homepage dank SEO von den Kunden gefunden! Sie steigern somit Ihren Bekanntheitsgrad im Internet und den Umsatz auf ihrer Webseite!

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Twitter ist die am schnellsten wachsende Suchmaschine

Posted 08 Jul 2010 — by admin
Category Internet, SEO

Google? Yahoo? Bing? Versuch es doch mal mit Twitter, denn der Kurznachrichtendienst entwickelt sich immer mehr zu einer Suchmaschine.

Laut Twitter-Mitbegründer Biz Stone, der gestern auf dem Aspen Ideas Festival sprach, erzielt Twitter bereits rund 800 Millionen Suchanfragen pro Tag. Das sind mehr als 24 Milliarden Suchanfragen pro Monat, und somit mehr als Bing (4,1 Milliarden) und Yahoo (9,4 Milliarden) zusammen. Damit ist Twitter zwar noch weit entfernt von Suchmaschinenprimus Google, der rund 88 Milliarden Suchanfragen pro Monat erzielt, doch Twitter holt in rasendem Tempo auf. Seit April letzten Jahres ist die Anzahl der Suchanfragen über Twitter um 33% gestiegen. Nachdem eine Nielsen-Studie im vergangenen Jahr ergeben hatte, dass Bing die am schnellsten wachsende Suchmaschine war (22% Zunahme), scheint dieser Titel in diesem Jahr an Twitter zu gehen.

Laut Stone ist Twitter niemals ein Social Network gewesen, obwohl viele Leute es als solches Bezeichnen. Stattdessen sei Twitter eher ein Informations-Netzwerk oder eine Nachrichten-Quelle.Twiitert

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Gestaltgesetze: Das Gesetz der Nähe

Posted 24 Jun 2010 — by admin
Category Usability

Diese Vielzahl von individuellen Altersprozessen und Gedächtnisleistungen stellt ein Problem bei der Suche nach einem Optimum für die Präsentation von Informationen auf einer barrierefreien Internetseite dar. Ein bewährtes Mittel dazu sind die sogenannten Gestaltgesetze. Die Gestaltpsychologie beschäftigt sich damit, wie der Mensch komplexe Szenarien und Reize wahrnimmt. Unsere visuelle Wahrnehmung wird nämlich nicht nur von der physischen Beschaffenheit unserer Augen bestimmt, sondern viel stärker noch durch die Verarbeitung in unserem Gehirn, wobei unsere Gewohnheiten und andere psychische Gegebenheiten ausschlaggebend sind. Dies wirkt sich hauptsächlich bei der Strukturierung relativ gleichförmiger visueller Informationen aus und lässt sich üblicherweise in bestimmte Regeln einteilen, die als Gestaltgesetze bezeichnet werden. Diese Gesetze beschreiben, wie durch Anordnung oder Formgebung bei einer Reihe von Objekten Bedeutungszusammenhänge hergestellt, aber auch vermieden werden können. Diese Gesetze können sich Webdesigner insbesondere bei der Erstellung eines barrierefreien Bildschirmlayouts zu Nutze machen, denn häufig haben ältere Benutzer Schwierigkeiten, Zusammenhänge zwischen Informationen zu erkennen oder gar den Hintergrund vom Vordergrund zu unterscheiden. Diese Gesetzmäßigkeiten, mit denen man die besonders für das barrierefreie Webdesign wichtigen Fragen beantworten kann, werden in den folgenden Unterabschnitten jeweils einzeln erläutert.

Gesetz der Nähe

Das Gesetz der Nähe ist eines der wichtigsten Gesetze für die Verständlichkeit einer
Internetseite. Es besagt, dass räumlich nahe beieinanderliegende Elemente von unserer Wahrnehmung gruppiert und als zusammengehörig verstanden werden. Dagegen werden weit auseinanderliegende Elemente als getrennt und unabhängig wahrgenommen:
Gesetz der Nähe

Normalerweise erkannt man in der Abbildung fünf schmale Säulen. Dieses Resultat erfolgt aus dem geringen Abständen zwischen den Linien, welche gemeinsam eine Säule bilden. Durch den geringen Abstand werden die Linien von unserer Wahrnehmung zu einer Säule zusammengefasst. Damit dieser Effekt zustande kommt, müssen die Abstände zwischen den Säulen deutlich größer sein, als die innerhalb der Säulen.

Das Gesetz der Nähe macht deutlich, dass Leere von unserer Wahrnehmung als Information erfasst wird. Leere kann also im Webdesign als Gestaltungsmittel eingesetzt werden, um Informationen sinnvoll zu ordnen und verständlich zu machen, anstatt möglichst viele Informationen auf kleinstem Raum unterzubringen. Dies kann besonders bei der Gestaltung von leicht verständlichen Menus eine kluge Gestaltungsmaßnahme sein, wie das folgende Beispiel veranschaulicht: In der folgenden Abbildung sind die Links nach dem Gesetz der Nähe gruppiert, indem die Abstände zwischen den einzelnen Kategorien (zum Beispiel Finanzen und Auto & Motor) größer sind als die Abstände innerhalb der jeweiligen Kategorie (zum Beispiel Finanzen, Versicherung, Wirtschaft, Karriere).

Die nächste Abbildung zeigt die selbe Website wie oben, allerdings wird hier das Gesetz der Nähe verletzt, indem die vertikalen Abstände der Kategorien verengt wurden. Hierdurch wird die Orientierung auf der Seite deutlich verschlechtert. Mit Hilfe des Gesetz der Nähe lassen sich Informationen also auch ohne Einsatz von Linien oder Hintergrundfarben übersichtlich anordnen

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Geistige Leistungsfähigkeit im Alter

Posted 22 Jun 2010 — by admin
Category Usability

Wie in jedem Kommunikationsprozess ist auch im Webdesign eine der wichtigsten Aufgaben, die Aufmerksamkeit der Benutzer für sich zu gewinnen. Allerdings wird die Benutzerfreundlichkeit häufig durch zu große Informationsmengen, einen ständig ansteigenden Informationsinput, eine hohe Komplexität und Vernetztheit der Informationen, eine große Anzahl vergleichsweise ähnlicher Angebote, eine häufig geringe Informationsqualität, einem hohen Anteil von irrelevanten und ablenkenden Inhalten, sowie häufig falschen Designstrategien bei der Hervorhebung von Informationen erschwert. Um die immer komplexer werdenden Hintergründe im Internet zu durchschauen, irrelevante Informationen von relevanten und seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden, ist der Benutzer gleichzeitig dazu gezwungen, mehr auszufiltern, mehr zu vergessen, flüchtiger wahrzunehmen und weniger zu reflektieren. In dem folgenden Abschnitt meiner Abschlussarbeit habe ich untersucht, inwieweit die geistige Leistungsfähigkeit im Alter nachlässt und wie ältere Benutzer unter diesem Gesichtspunkt mit den oben genannten Problemen umgehen.

Veränderung der Sinnesfunktionen bei Senioren

Im Allgemeinen wird angenommen, dass es im Alter zu einer Verminderung und Verlangsamung der Sinnesfunktionen und der mit ihnen zusammenhängenden Motorik kommt. Dies bedeutet, dass weniger Reize über die Sinnesorgane aufgenommen werden und ihre Verarbeitung und Beantwortung langsamer erfolgt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch erwiesen, dass diese Prozesse nicht erst im Seniorenalter, sondern bereits im dritten und vierten Lebensjahrzehnt einsetzen. Zudem können äußere Einflüsse dazu beitragen, die Funktionen der Sinnesorgane frühzeitig zu schädigen. So hat beispielsweise der Konsum von Nikotin schädliche Auswirkungen auf die Geruchs- und Geschmacksempfindlichkeit von Menschen.

Ein typisches Beispiel für eine Verminderung der Sinnesfunktion ist die verminderte Akkomodationsfähigkeit des Auges: Durch muskuläre Veränderungen und den Elastizitätsverlust der Augenlinse nimmt die Licht- und Farbempfindlichkeit der für die Sehleistung zuständigen Stäbchen und Zäpfchen ab und die Reaktionsfähigkeit der Pupillen verringert sich. Ähnliche Veränderungen finden im Ohr statt: Eine verringerte Sensibilität der Hörzellen, die Verknöcherung der Gehörknöchel oder die Erschlaffung der Bandapparate führen zu einer Verringerung des Spektrums wahrnehmbarer Frequenzen. Durch eine Verringerung der Hautsensibilität kommt es obendrein zu nachlassender Tast- und Vibrationsempfindlichkeit. Parallel dazu erfolgt auf motorischer Ebene eine Bewegungsverlangsamung, eine Abnahme der Reaktionsgeschwindigkeit, die zunehmende
Steifheit der Muskulatur, eine Koordinationsminderung bei komplizierten Bewegungsabläufen und abgeschwächten Reflexen.

All diese Altersverläufe wirken sich natürlich auch auf die Arbeit am Bildschirm aus: So kommt es während meiner Arbeit mit Senioren häufig vor, dass ältere Besucher einer Internetseite zum Beispiel Texte aufgrund zu kleiner Schrift oder eines zu geringen Kontrastes nicht deutlich lesen können oder infolge nachlassender Motorik nicht fehlerfrei mit der Maus navigieren können, da Links zu klein gestaltet sind.

Kognitive Leistungen

Das Problem der Informationsüberflutung wurde obenstehend bereits geschildert: Im Internet gibt es zu jedem beliebigen Thema unzählige Seiten mit Hunderten von Links zu ähnlichen Beiträgen und Menüs mit unzähligen Auswahlmöglichkeiten. Man spricht hier auch vom Information Overload. All diese Informationen übersteigen jedoch die Kapazität des menschlichen Kurzzeitgedächtnisses. Ein Leser, der sich durch Dutzende von Hypertext-Seiten klickt, wird all das wieder vergessen, was er nicht besonders intensiv gelesen hat, denn kaum ein Benutzer wird die Zeit dazu haben und sich intensiv anstrengen, all diese Informationen auswendig zu lernen. Und selbst wenn er es täte, wäre dies keine Leistung des Kurzzeitgedächtnisses mehr, da gelernte Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert werden.

Dreispeichermodell des Gedächtnisses

Nach der Reizaufnahme gelangen die registrierten Empfindungen zunächst in den sensorischen Speicher unseres Gedächtnisses, welcher als Teil des Wahrnehmungsapparates verstanden werden kann. Das sensorische Gedächtnis verfügt über eine sehr hohe Speicherkapazität und speichert alle über die Sinnesorgane aufgenommenen Reize, allerdings nur für eine sehr kurze Dauer. Es ist überdies in einen ikonischen und einen echoischen Speicher untereilt: Im ikonischen Speicher werden visuelle Informationen für ungefähr 0,5 Sekunden bei sehr schnellen Zugriffszeiten zwischengespeichert. Im echoischen Speicher werden akustische Informationen gespeichert, welche allerdings bis zu 5 Sekunden in diesem Gedächtnis verbleiben können. Die Zugriffszeit hier ist ebenfalls sehr kurz. Bei der Gestaltung barrierefreier Inhalte sollte sich also beispielsweise die Zeilenlänge eines Textes an der Speicherdauer des sensorischen Gedächtnisses orientieren, um eine optimale Lesbarkeit des Textes im Netz zu gewährleisten. Bei zu langen Zeilen verliert der Leser ansonsten auf dem Weg zurück zum linken Textrand den Zeilenanfang. Die im sensorischen Gedächtnis gespeicherten Informationen werden zu Informationsbündeln verarbeitet und gelangen anschließend in das Kurzzeitgedächtnis, welches für die Problemlösungsprozesse zuständig ist. In diesem Teil des Gedächtnisses spielt sich der größte Teil der bewussten Denkarbeit ab. So werden hier zum Beispiel die einzelnen Wörter eines Textes solange gespeichert, bis sie zusammen einen Sinn ergeben. Ein Mensch kann nur sieben zusammenhängende Informationseinheiten, sogenannte Chunks, über einen Zeitraum von 15-30 Sekunden in seinem Kurzzeitgedächtnis speichern kann. Derartige Chunks können aus Zahlen, Buchstaben, Wörtern oder gar Sätzen bestehen und sind personenspezifische Größen. Allerdings ist das Kurzzeitgedächtnis besonders anfällig gegenüber Störungen: Schon eine kurze Ablenkung von 0,1-0,5 Sekunden kann zu einer Löschung von Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis führen. Jedoch lassen sich durch Gruppierung von Informationen auch künstliche Chunks erzeugen, wodurch die Ausnutzung des Kurzzeitgedächtnisses optimiert werden kann. In Alltagssituationen kann die Anzahl der Informationen, die sich ein Internetbenutzer im Kurzzeitgedächtnis merken kann, dagegen noch weitaus geringer sein. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Sowohl gute Laune als auch schlechte Laune können das Gedächtnis negativ beeinflussen, gleiches gilt für Stress, Lärm, Alkoholkonsum, mäßige Intelligenz oder eben das Alter. Bei der Gestaltung von Websites sollten deswegen die dargebotenen Informationen stets nach der Merkfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses gegliedert und der Leser nicht von seitenlangen Textblöcken erschöpft werden. Diese Regel gilt für den gesamten Web-Auftritt.

Die dauerhafte Speicherung von Wissen findet im Langzeitgedächtnis statt, dessen Kapazität nach dem heutigen Forschungsstand unbegrenzt zu sein scheint. Schwächen, sich Neues zu merken, hängen demnach nicht mit Kapazitätsproblemen zusammen, sondern beruhen auf einem Unvermögen, neue Informationen auf eine geeignete Weise in das Langzeitgedächtnis einzufügen. Ob der Inhalt des Kurzzeitgedächtnisses überhaupt in das Langzeitgedächtnis übertragen werden kann, hängt davon ob, ob diese an bereits im Langzeitgedächtnis vorhandene Informationen angeknüpft werden können. Dies kann bei einem Web-Auftritt zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass man bekannte Elemente aus dem Alltag in die Website integriert. Allerdings ist das Langzeitgedächtnis im Vergleich zu dem sensorischen Gedächtnis und dem Kurzzeitgedächtnis äußerst langsam: Das Eintragen von Informationen in das Langzeitgedächtnis dauert im kürzesten Fall etwa acht Sekunden pro Chunk. So viel Zeit wird allerdings kaum ein Internetbenutzer aufbringen, um sich Informationen auf einer Seite zu merken. Es muss jedoch erwähnt werden, das Chunks in diesem Fall von einer anderen Art und Größenordnung sein können, als bei den anderen beiden Gedächtnisarten: Durch Assoziationen wie Generalisierung, Spezialisierung, Ähnlichkeiten, Ausnahmen, Teilbeziehungen aber auch semantisch kaum erkennbare Zusammenhänge, können höchst komplexe Konstrukte gebildet werden, wodurch die Größe und Wirksamkeit von Chunks wesentlich gesteigert werden kann. Allerdings wird das Langzeitgedächtnis auch von bisher ungeklärten Vergessensphänomenen heimgesucht: Wissen geht scheinbar verloren, später kommt es jedoch unter Umständen leicht verändert wieder zum Vorschein. Das Problem liegt hier laut Herczeg bei unzureichenden oder verschütteten Pfaden zum Wissen.

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