6 Tipps für mehr Mandanten in der Anwaltskanzlei

Mandantenakquise: 6 Tipps für mehr Mandanten in Anwaltskanzlei

Die Mandantenakquise ist für Anwaltskanzleien von zentraler Bedeutung, um neue Mandate zu gewinnen und wirtschaftlich stabil zu bleiben. Ich verrate Ihnen sechs Tipps, mit denen Rechtsanwälte mehr Mandanten gewinnen und die Auffindbarkeit ihrer Kanzlei in den Suchergebnissen von Google, ChatGPT und Co. verbessern können!

Mandantenakquise funktioniert heute über das Internet

Die Mandantenakquise funktioniert für Anwaltskanzleien heute nicht mehr nur über persönliche Empfehlungen. Bei rechtlichen Fragen suchen viele Menschen zuerst online nach einem passenden Rechtsanwalt in der Region. Sie informieren sich auf Kanzlei-Websites, vergleichen Spezialisierungen, Bewertungen und Kontaktmöglichkeiten der Juristen in ihrer Nähe.

Eine Kanzlei muss deshalb bei Google gut zu finden sein und potenzielle Mandanten genau dann erreichen, wenn konkreter Beratungsbedarf entsteht.

Usability: Benutzerfreundliche Websites zahlen sich aus

Eine übersichtliche Struktur und aufeinander aufbauende Informationen erhöhen die Nutzerfreundlichkeit einer Internetseite. Alle gesuchten Informationen sollten auf den ersten Blick ersichtlich sein und sich somit einfach finden lassen. Die mobile SEO spielt heute eine übergeordnete Rolle, denn rund 80 Prozent aller potenziellen Mandanten beginnen ihre Suche nach einem Anwalt über das Smartphone oder einen Tablet-PC. Hochwertige Fotos fördern Emotionen und damit die Basis für jede Entscheidung.

Ebenso wichtig ist die Form, die einen spürbaren Einfluss auf das Image hat und entsprechend frei von Struktur-, Rechtschreibungs-, Grammatik- und Ausdruckfehlern sein muss.

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Leistungsseiten für einzelne Rechtsgebiete

Wer sich anwaltlich beraten oder vertreten lassen möchte, hat in der Regel ein konkretes Problem und damit auch konkrete Vorstellungen von den Leistungen.

Die Mandantengewinnung basiert auf einer genauen Leistungsbeschreibung sowie Informationen zur Kompetenz der Anwaltskanzlei. Spezielle Leistungsseiten sind ein wichtiger Bestandteil der Mandantenakquise, da sie die einzelnen Rechtsgebiete einer Kanzlei deutlich sichtbar machen. Denn viele Menschen suchen nicht allgemein nach einer Kanzlei, sondern nach Hilfe bei einem konkreten rechtlichen Problem. Deshalb sollte eine Anwältin bzw. ein Anwalt für jedes wichtige Rechtsgebiet eine eigene Unterseite anbieten. Diese werden auch Landingpages genannt. So können potenzielle Mandanten schnell erkennen, ob die Kanzlei zu ihrem Anliegen passt.

Auf einer solchen Seite kann die Kanzlei beispielsweise erklären, in welchen Fällen sie hilft, welche typischen Fragen auftreten und wann eine anwaltliche Beratung sinnvoll ist. Wichtig ist, dass jede Seite ein eigenes Thema behandelt.

Geeignete Landingpages können sich beispielsweise auf folgende Bereiche beziehen:

  • Arbeitsrecht
  • Familienrecht
  • Verkehrsrecht
  • Mietrecht
  • Erbrecht
  • Strafrecht
  • Medizinrecht
  • Baurecht
  • Sexualstrafrecht

Lokale Suchmaschinenoptimierung und Google-Unternehmensprofil

Die Anwaltssuche erfolgt in der Regel lokal. Nutzer suchen nach einem passenden Anwalt in der Stadt, in der sie leben. Eine entsprechende Positionierung in den Suchergebnissen am eigenen Standort ist daher eines der wichtigsten Ziele der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Die Reichweite muss also nicht bundesweit, sondern am Kanzleistandort und in der unmittelbaren Umgebung erzielt werden.

Durch das Anlegen eines Google Unternehmensprofils (früher Google My Business genannt) erhalten potentielle Mandantinnen und Mandanten einen konkreten Anhaltspunkt zu Leistungen, Persönlichkeit und Adresse des Anwalts. Wer Google Maps nicht nutzt, verschenkt wertvolle Ressourcen zur lokalen Bekanntheitssteigerung und nutzt vorhandene Potenziale nicht vollständig aus.

Content Marketing mit Informationstiefe

Im Content-Marketing haben sich kanzleieigene Blogs auf der Website bewährt. Hier spielen tiefgründige Informationen zu Themen, die für die Besucher der Website relevant sind, eine sehr wichtige Rolle. Die thematische Vielfalt kann bei der Vorstellung der Kanzlei beginnen und sich durch verschiedene juristische Informationsbereiche ziehen. Wichtig ist, dass die Inhalte zu den Schwerpunkten der Anwaltskanzlei passen und für die Leserschaft verständlich geschrieben sind.

Bezahlte Werbekampagnen auf unterschiedlichen Kanälen

Eine weitere erfolgsfördernde Strategie für jede Anwaltskanzlei sind pro Klick bezahlbare Kampagnen. Mit Google Ads (ehemals AdWords) oder Bing Ads erhöht sich die Sichtbarkeit, da die Anzeigen gezielt zur Suche potenzieller Mandanten eingeblendet werden. Auch Facebook Ads und Werbekampagnen in anderen sozialen Netzwerken stärken die Bekanntheit Ihrer Kanzlei und erhöhen die Klickrate erheblich. Die besten Anzeigen sind dort zu finden, wo Menschen aus der Region im jeweiligen Fachbereich auf der Anwaltssuche sind.

Social Media Präsentation fördert die Vertrauensbildung

Social Media ist aus dem heutigen Online-Marketing nicht mehr wegzudenken. Plattformen wie Facebook, YouTube oder Instagram eignen sich nicht nur für die Schaltung von Anzeigen, sondern auch als Multiplikatoren für die Vertrauensbildung. Ein Profil der Kanzlei auf Facebook oder ein Imagevideo auf YouTube geben Mandanten einen Einblick in die Firmenphilosophie und alle dargestellten Bereiche. Bewegte Bilder führen schneller zum Erfolg als jede Beschreibung in Worten, da sie Emotionen erzeugen und dem Betrachter das Gefühl geben, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Vertrauen durch Fachlichkeit und Nachweise

Bei der Mandantenakquise spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. Wer rechtliche Hilfe sucht, möchte wissen, ob ein Anwalt fachlich geeignet, erfahren und verlässlich ist. Juristen sollten deshalb ihre Qualifikationen, Schwerpunkte und berufliche Erfahrung transparent auf ihrer Internetseite darstellen. Dazu gehören Fachanwaltstitel, Fortbildungen, Veröffentlichungen, Vorträge oder besondere Kenntnisse in bestimmten Rechtsgebieten.

Auch die Darstellung konkreter Tätigkeitsbereiche stärkt die Glaubwürdigkeit. Die Mandantschaft achtet darauf, ob eine Kanzlei Erfahrung mit ähnlichen Fällen hat und ob die Informationen auf der Website verständlich erklärt werden. Reputationsmarketing hilft dabei, diese Kompetenz sichtbar zu machen, ohne übertriebene Versprechen zu formulieren.

Für juristische Inhalte ist Googles E-E-A-T-Kriterium besonders wichtig. Die Abkürzung steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Das Konzept beschreibt, ob Inhalte auf Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit beruhen. Eine Kanzlei sollte deshalb deutlich machen, wer die Inhalte verantwortet und welche Expertise dahintersteht.

Häufige Fragen

Ein Anwalt ist auf einen konstanten Zufluss qualifizierter Anfragen angewiesen. Eine Rechtsberatung wird jedoch häufig erst dann in Anspruch genommen, wenn bereits ein konkretes Problem besteht.

Bewertungen sind für die Mandantengewinnung sehr wichtig, da sie Vertrauen schaffen, noch bevor ein persönlicher Kontakt entsteht. Viele Menschen vergleichen Anwaltskanzleien online und achten dabei nicht nur auf die Fachgebiete, sondern auch auf die Erfahrungen anderer Mandanten.

Eine Kanzlei sollte ihre Akquisestrategie überarbeiten, wenn zu wenige qualifizierte Anfragen eingehen. Auch eine sinkende Sichtbarkeit bei Google sowie schwache Bewertungen können Hinweise darauf sein.

Online-Marketing für Rechtanwälte

Die Mandantengewinnung ist für jede Anwaltskanzlei eine komplexe und herausfordernde Aufgabe. Durch Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing können Rechtsanwälte ihre Bekanntheit nachhaltig steigern und so ein Fundament für mehr Zuspruch durch mehr Sichtbarkeit schaffen. Da es sich bei juristischen Dienstleistungen um lokale Tätigkeiten handelt, sollten sich alle Maßnahmen vor allem auf die Steigerung der lokalen Präsenz zur Gewinnung von Mandanten konzentrieren.