Was sind Low Hanging Fruits in der SEO?

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Mario Vogelsteller

In der SEO sind Low Hanging Fruits Optimierungsmöglichkeiten, die mit vergleichsweise wenig Aufwand ein gutes Ergebnis bringen können. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, bei denen bereits Potenzial vorhanden ist und durch gezielte Anpassungen bessere Google-Rankings und mehr Klicks erreicht werden können.

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „tief hängende Früchte“, die man besonders leicht vom Baum pflücken kann. Im übertragenen Sinne geht es also um Chancen, die relativ leicht erreichbar sind.

Was sind die Vorteile von Low Hanging Fruits?

Die Vorteile von Low Hanging Fruits besteht darin, dass sie vorhandenes SEO-Potenzial mit vergleichsweise geringem Aufwand nutzbar machen. Anstatt komplett neue Strategien aufzubauen oder Backlinks zu generieren, die erst nach einigen Monaten wirken, werden Seiten, Keywords oder Inhalte optimiert, die bereits erste Signale bei Google zeigen.

Ein großer Vorteil ist die schnellere Wirkung. Wenn eine Seite bereits Rankings oder Impressionen hat, kann eine gezielte Optimierung oft schneller Ergebnisse bringen als die Erstellung völlig neuer Inhalte.

Außerdem sind Low Hanging Fruits meist kosteneffizient. Kleine Anpassungen an Title Tags, Meta Descriptions, Überschriften, interner Verlinkung oder bestehenden Texten können für mehr Sichtbarkeit und Klicks sorgen, ohne dass ein großes Projekt notwendig wird.

Auch für die strategische SEO-Arbeit sind sie wichtig, denn sie zeigen, wo Google bereits Relevanz erkennt. Diese Seiten können gezielt gestärkt werden, um aus bestehenden Chancen mehr Traffic, Anfragen oder Buchungen zu generieren.

Hier noch einmal die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • weniger Aufwand als bei komplett neuen SEO-Projekten
  • schnellere Verbesserungen bei Rankings, Sichtbarkeit oder Klickrate
  • bessere Nutzung bestehender Inhalte
  • mehr Traffic aus bereits vorhandenen Impressionen
  • höhere Effizienz im SEO-Budget
  • gute Grundlage für langfristige SEO-Maßnahmen
  • schnelle Erfolge, die Kunden und Teams motivieren können

Typische Low Hanging Fruits im SEO

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es häufig Optimierungspotenziale, die bereits auf den ersten Blick erkennbar sind und mit überschaubarem Aufwand verbessert werden können. Ich habe einige typische Beispiele für Low Hanging Fruits für Sie zusammengestellt.

Keywords mit viel Traffic und wenig Konkurrenz.

Ein klassisches Beispiel für Low Hanging Fruits in der SEO sind sind Keywords mit einem guten Suchvolumen, die in den Google-Suchergebnissen noch nicht stark umkämpft sind.

Solche Begriffe sind besonders interessant, da mit einer gut optimierten Seite oft schneller gute Rankings erzielt werden können als bei sehr hart umkämpften Keywords.

Beispiele für solche Chancen:

Keyword-TypSEO-Potenzial
Hohes Suchvolumen, geringe KonkurrenzGute Chance auf schnelle Sichtbarkeit
Spezifische Longtail-KeywordsWeniger Wettbewerb, oft klare Suchintention
Lokale SuchbegriffeBesonders interessant für Hotels, Ärzte, Dienstleister
NischenthemenGute Möglichkeit, Expertise aufzubauen

Bestehende Rankings auf Position 4 bis 15

Seiten, die unter wichtigen Keywords bereits auf den Positionen 4 bis 15 ranken, sind oft besonders wertvoll. Sie sind bei Google bereits sichtbar, könnten aber noch besser ranken. Hier reichen manchmal gezielte Verbesserungen aus, um weiter nach vorne zu kommen.

Mögliche Maßnahmen:

  • Title Tag optimieren
  • Meta Description verbessern
  • Inhalte erweitern
  • Suchintention genauer treffen
  • interne Links setzen
  • FAQs ergänzen

Seiten mit vielen Impressionen, aber niedriger Klickrate

In der Google Search Console sieht man häufig Seiten, die oft angezeigt werden, aber nur wenige Klicks erhalten. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Title Tag und Meta Description nicht attraktiv genug sind.

Beispiel:

  1. Vorher: Hotel im Harz | Hotel Panoramic
  2. Besser: Hotel im Harz mit All Inclusive | Panoramic

Hier muss das Ranking nicht zwingend steigen. Schon ein besseres Snippet kann mehr Besucher auf die Website bringen.

Schwache interne Verlinkung verbessern

Viele Websites haben gute Inhalte, die intern kaum verlinkt sind. Dadurch kann Google schlechter erkennen, welche Seiten besonders wichtig sind.

Schnelle Verbesserungen können sein:

  • wichtige Landingpages aus passenden Blogartikeln verlinken
  • thematisch verwandte Seiten miteinander verbinden
  • aussagekräftige Ankertexte verwenden
  • wichtige Seiten nicht nur über Navigation oder Footer erreichbar machen

Veraltete Inhalte aktualisieren

Auch bestehende Inhalte können sogenannte Low Hanging Fruits sein. Wenn ein Artikel oder eine Landingpage veraltet ist, kann eine Aktualisierung bereits viel bewirken.

Sinnvolle Anpassungen:

  • Jahreszahlen aktualisieren
  • Preise und Angebotsdetails prüfen
  • neue Abschnitte ergänzen
  • häufige Fragen einbauen (und mit strukturierten Daten nach schema.org auszeichnen)
  • veraltete Informationen entfernen
  • Bilder und Screenshots austauschen

6. Überschriften und Seitenstruktur verbessern

Manche Seiten haben gute Inhalte, sind aber schlecht strukturiert. Dann ist für Nutzer und Suchmaschinen nicht sofort erkennbar, worum es geht.

Hier helfen oft einfache Anpassungen:

  • klare H1 verwenden
  • relevante H2-Überschriften einbauen
  • Abschnitte logisch ordnen
  • wichtige Keywords natürlich integrieren
  • Fragen der Nutzer als Zwischenüberschriften nutzen

Inhalte anhand der Google Search Console erweitern

Die Google Search Console zeigt, über welche Suchbegriffe eine Seite bereits Impressions erhält. Daraus lassen sich oft neue Content-Ideen ableiten.

Wenn eine Seite für Suchbegriffe angezeigt wird, die im Text noch kaum vorkommen, kann dies ein guter Ansatz sein. Durch passende Ergänzungen wird die Seite relevanter für diese Suchanfragen.

Warum sind Low Hanging Fruits wichtig?

Low Hanging Fruits sind besonders wertvoll, da sie schnelle Fortschritte ermöglichen. Sie helfen dabei, vorhandenes Potenzial besser zu nutzen, bevor viel Zeit und Budget in komplett neue Inhalte oder große technische Projekte investiert werden. Denn durch die Optimierung der tief hängenden Früchte sind oft deutliche Rankingverbesserungen innerhalb weniger Tage möglich.

Für SEO-Projekte sind sie deshalb oft ein sinnvoller erster Schritt: Zunächst wird das, was bereits funktioniert, optimiert und darauf aufbauend weitergearbeitet.