Google Discover Core Update im Februar 2026

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Mario Vogelsteller

Das Google Discover Core Update ist im Februar 2026 gestartet. Damit passt der Suchmaschinengigant die Inhalte an, die Nutzer in ihrem Discover-Feed sehen. Für Publisher bedeutet das, dass spürbare Schwankungen beim Discover-Traffic in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich sind. Im Fokus des Updates stehen laut Google drei Themen: weniger Clickbait, mehr lokale Nachrichten und eine stärkere Sichtbarkeit für Inhalte mit erkennbarer Fachkompetenz.

Google Discover Core Update Februar 2026: Weniger Clickbait, mehr Relevanz

In seiner Wirkung ähnelt das Update den bekannten Core Updates für die Suche, greift aber gezielt in die Ausspielung von Discover ein. Google möchte die Qualität der Inhalte verbessern, die Nutzer in ihrem personalisierten Feed entdecken. Konkret soll das Update dazu beitragen, dass …

  • stark zugespitzte und reißerische Inhalte seltener angezeigt werden
  • lokale Nachrichten aus dem jeweiligen Land häufiger im Feed auftauchen
  • fundierte Beiträge mit aktueller und fachlich belastbarer Einordnung mehr Reichweite erhalten

Für viele Publisher klingt das zunächst wie eine gute Nachricht. Wer regelmäßig hochwertige Inhalte veröffentlicht und auf echte Expertise setzt, könnte in Discover künftig stärker sichtbar werden.

Roll-out startet in den USA, weitere Länder folgen

Google startet den Rollout zunächst mit englischsprachigen Inhalten in den USA. In den kommenden Monaten soll das Update schrittweise auf weitere Länder, darunter auch Deutschland, ausgeweitet werden.

Die Einführung erfolgt gestaffelt und soll etwa zwei Wochen dauern. In dieser Phase sind deutliche Ausschläge bei Impressionen und Klicks im Discover-Bereich zu erwarten. Das ist vergleichbar mit den Ranking-Bewegungen, die vielen Seitenbetreibern von den Search-Core-Updates bekannt sind.

Für SEO-Agenturen und Publisher bedeutet das: Kurzfristige Schwankungen sind in dieser Phase nicht automatisch ein Zeichen für ein Problem, sondern oft Teil des normalen Rollouts.

Mehr Chancen für Fachinhalte und lokale Publisher

Besonders interessant ist der Fokus auf themenspezifische Expertise. Google betont, dass ein Medium nicht in allen Themenfeldern gleich stark sein muss, um in Discover sichtbar zu werden. Vielmehr ist entscheidend, ob eine Seite in einem konkreten Bereich Kompetenz aufgebaut hat.

Dadurch ergeben sich Chancen für kleinere und spezialisierte Publisher. Ein lokales Nachrichtenportal kann beispielsweise in einzelnen Ressorts sehr glaubwürdig und relevant sein und somit in Discover präsent sein, auch wenn es nicht die Reichweite eines großen Medienhauses hat.

Für SEO-Agenturen ist dies ein wichtiger Punkt in der Beratung, denn Sichtbarkeit in Discover entsteht nicht nur durch Markenstärke, sondern auch durch klare thematische Autorität.

Wer in Google Discover bessere Chancen haben möchte, sollte weiterhin auf diese SEO-Grundlagen setzen:

  • hilfreiche Inhalte mit echtem Nutzwert
  • klare thematische Schwerpunkte
  • aktuelle Beiträge mit Substanz
  • originäre Inhalte statt austauschbarer Aufbereitung
  • seriöse Autorenschaft und erkennbare Fachkenntnis
  • starke, aber nicht reißerische Überschriften

Trotz Update bleibt ein Problem: KI-Zusammenfassungen können Klicks drücken

Auch wenn das Update aus Publisher-Sicht positiv klingt, bleibt ein Unsicherheitsfaktor bestehen. Google zeigt in Discover bereits seit einiger Zeit auch KI-basierte Zusammenfassungen von Inhalten an. Dadurch können Nutzer bereits im Feed einen Großteil der Informationen erhalten und seltener den Link zur Website klicken.

Das bedeutet in der Praxis: Selbst wenn die Sichtbarkeit steigt und es mehr Impressions gibt, muss das nicht automatisch zu mehr Traffic führen.

Für Publisher wird es daher umso wichtiger, die Entwicklung sauber zu messen. Ein Blick in den Discover-Leistungsbericht der Google Search Console hilft dabei, Veränderungen bei Impressionen, Klicks und der CTR frühzeitig zu erkennen und richtig einzuordnen.

Personalisierung bleibt ein starker Einflussfaktor

Unabhängig vom Update gilt weiterhin: Der Google-Discover-Feed ist stark personalisiert. Welche Inhalte Nutzer sehen, hängt nicht nur von Googles Bewertung der Inhalte, sondern auch von ihren individuellen Interessen und ihrem Nutzerverhalten ab.

Zudem können Nutzer ihren Feed inzwischen noch gezielter beeinflussen. Erste Funktionen zur Anpassung per KI-Eingabe deuten darauf hin, dass die Personalisierung im Discover-Bereich weiter zunehmen wird.

Für Content-Teams bedeutet das: Die Reichweite in Google Discover entsteht in Zukunft noch stärker an der Schnittstelle von Qualität, Relevanz, Themenautorität und Nutzerinteresse.

Was SEO-Agenturen jetzt ihren Kunden raten sollten

Für SEO-Agenturen ist das Update ein guter Anlass, den Discover-Kanal strategisch neu zu bewerten. Sinnvoll sind jetzt vor allem folgende Maßnahmen:

  • Discover-Daten in der Search Console regelmäßig prüfen
  • Titel und Teaser auf Relevanz statt Reizworte optimieren
  • lokale Inhalte und regionale Themen gezielt stärken
  • Fachrubriken mit klarer Expertise ausbauen
  • Insbesondere wegen KI-Zusammenfassungen sollten Erwartungen beim Traffic realistisch kommuniziert werden.

Wer sich mit Discover bisher nur am Rande beschäftigt hat, sollte spätestens jetzt genauer hinschauen. Das „Discover Core Update Februar 2026” macht deutlich, dass Google diesen Bereich weiterentwickelt und dabei einen stärkeren Fokus auf Qualität, Aktualität und thematische Kompetenz legt.