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Manuelle Maßnahme von Google erhalten? So erkennen Sie schädliche Links

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Keine manuellen Spam-Maßnahmen gefunden

Schädliche Links erfolgreich gelöscht: Keine manuellen Spam-Maßnahmen gefunden

Wenn Google der Meinung ist, dass massive Verstöße gegen die Webmaster-Richtlinien vorliegen, wird eine manuelle Maßnahme gegen die betroffene Website verhängt. Auf einer Übersichtsseite listet Google insgesamt elf manuelle Maßnahmen auf. Die wohl häufigste Meldung, die Nutzer über die Google Webmastertools erhalten, lautet „Unnatürliche Links zu Ihrer Website„, bzw. „Unnatürliche Links zu Ihrer Website – Auswirkungen auf die Links„. Wer eine dieser Meldungen über die Webmastertools erhalten hat, hat keine andere Wahl, um aus dieser manuell erstellten Abstrafung wieder herauszukommen: Wenn Ihr Webmastertools-Account wieder wie in der obigen Abbildung aussehen soll, müssen schädliche Backlinks abgebaut werden! Doch wie kann man erkennen, welche Links schlecht sind und welche gut? Hier finden Sie meine Tipps, um schlechte Links zu identifizieren.

Tipps: Manuelle Maßnahme erhalten? So erkennen Sie schädliche Links

Da meine Homepage unter dem Keyword Linkabbau bei Google recht gut platziert ist, erhalte ich viele Anfragen von Webseitenbetreibern, die eine manuelle Maßnahme erhalten haben. Viele Webmaster wissen jedoch nicht, welche Backlinks gelöscht werden sollten, um eine manuelle Maßnahme wieder aufzulösen. Denn falls zuviele Links gelöscht werden, können sich die Rankings einer Seite noch weiter verschlechter.

In meinem oben verlinkten Blogbeitrag habe ich die einzelnen Schritte eines systematischen Linkabbaus bereits beschrieben. In diesem Artikel möchte ich nun noch mehr ins Details gehen und genau erklären, wie man schlechte Backlinks von guten Backlinks unterscheiden kann.

1. Kauflinks und Tauschlinks

Sie wissen, dass Sie oder eine beauftrage SEO-Agentur den Link gekauft oder getauscht hat? Dann weiß Google das höchstwahrscheinlich auch und Sie können hier bereits aufhören zu lesen. Mein Tipp: LINK LÖSCHEN!

2. Keyword-Links

Zur Erinnerung: Bei einer manuellen Abstrafung handelt es sich nicht um eine auf dem Google-Algorithmus basierenden Penalty. Wie der Name schon sagt, hat stattdessen ein menschlicher Google-Mitarbeiter ihre Website, bzw. deren Backlinkprofil, genauer unter die Lupe genommen und manuell bestraft. Um die manuelle Maßnahme wieder aufzulösen, müssen Sie über die Google Webmastertools eine Reconsideration Request stellen. Auch diese wird von einem Google-Mitarbeiter geprüft. Sofern dieser der Ansicht ist, dass ihre Seite wieder den Google-Richtlinien entspricht, wird er die manuelle Maßnahme aufheben. Wenn Sie den Sachbearbeiter nicht überzeugt haben, bleibt die Abstrafung bestehen – als netten Hinweise erhalten Sie jedoch eine Nachricht mit drei Beispielen für schlechte Backlinks, die auf Ihre Seite verweisen. Da ich mittlerweile zahlreiche Internetseiten aus einer manuellen Maßnahme befreit habe, können diese Beispiellinks sehr aufschlussreich sein.

In den meisten Fällen handelt es sich in den genannten Beispielen um Keywordlinks. So bezeichnet man Textlinks, die aus einem relevanten Keyword oder einer Suchphrase bestehen, z.B. „Hotel Städtename“, „Aktivurlaub buchen“, „Wellnesshotel günstig“ oder „Familienreisen“. Es ist dabei ganz egal, auf welcher Art von Seite sich dieser Link befindet: Handelt es sich um einen Keyword-Link, sollten Sie diesen Link löschen (lassen) oder über das Google-Disavow-Tool entwerten.

Wichtig: Offenbar spielt es für Google keine Rolle, ob es sich bei dem Keyword-Link um einen Follow- oder einen NoFollow-Link handelt: Ich habe in vielen Fällen erlebt, dass NoFollow-Links in den manuellen Maßnahmen als Beispiele für schädliche Links aufgelistet wurden. Links sollten daher auf jeden Fall gelöscht, bzw. entwertet, und nicht nur auf rel=“nofollow“ gesetzt werden!!!

3. Links in Pressemeldungen auf Presseportalen

Presseportale sind ein beliebtes Mittel, um kostenlos Linkaufbau zu betreiben. Ob derartige Links besonders wirkungsvoll sind, steht in diesem Artikel nicht zur Debatte. Uns interessiert viel mehr: Sind Links aus Pressemeldungen auf Presseportalen schädlich??

Hierbei habe ich die folgende Erfahrung gemacht: Links aus Pressemeldungen auf Presseportalen sind per se nicht gefährlich. So können Sie ohne Bedenken mit dem Domainnamen als Linktext zu Ihrer Seite verlinken. In der Regel findet man solche Links in den Kontaktdaten am Ende einer Pressemeldung.
Sollte die Pressemeldung jedoch Keyword-Links im Fließtext beinhalten, sollten diese auf jeden Fall gelöscht werden (auch wenn es ein NoFollow-Link ist). Da dies auf den meisten Presseportalen nicht so einfach möglich ist, sollten diese Links per Disavow-Tool entwertet werden.

4. Links aus Blogs

Hier kommt es auf die Art des Blogs an. Erfahrene SEOs erkennen meist auf den ersten Blick, ob es sich um ein „echtes“ Blog handelt, oder ob dieses nur zum Zwecke von Linktausch, bzw. Linkverkauf angelegt wurde. Mittlerweile erkenne ich solche Spam-Blogs zumeist schon am Domainnamen. Sollten Sie nicht sicher sein, ob es sich um ein echtes Blog oder ein Spam-Blog handelt, erkennen Sie letzteres in der Regel an folgenden Eigenschaften:

– Viele Keyword-Links (z.B. in Artikeln, Sidebar oder Footer-Bereich)
– Keyword im Domainnamen
– Große Anzahl ausgehender Links
– Ausgehende (Keyword-) Links führen zu kommerziellen Seiten
– Geringe Textqualität
– Viele Texte ohne Bilder
– Viele allgemeine, keine persönlichen Inhalte
– Impressum besteht aus einer Bild-Datei und/oder beinhaltet Kontaktdaten einer Onlinemarketing-Agentur

Ebenfalls wichtig, jedoch nicht mit bloßem Auge, sondern nur speziellen SEO-Tools zu erkennen:
– Blog ist von Google abgestraft worden
– Blog weist viele Backlinks von anderen Spam-Seiten/Blogs auf
– Blog wird häufig mit Keywords als Linktext verlinkt
– Blog stammt aus einem Spam-Netzwerk
– Blog bietet Links zum Verkauf/Tausch an

Egal, ob Follow- oder NoFollow-Link, Keyword-Link oder nicht: Sollte ein Backlink aus einem derartigen Spam-Blog stammen, sollte er auf jeden Fall gelöscht oder entwertet werden.

Links aus Blog-Kommentaren:

Falls Sie in der Vergangenheit echte Kommentare in echten Blogs – im Idealfall unter Ihrem (Nick)-Namen – hinterlassen haben, können Sie diese Links VORERST bestehen lassen. Sollte es sich jedoch um einen Keyword-Link handeln: Auf jeden Fall löschen oder entwerten, auch wenn es ein NoFollow-Link ist.

5. Links aus Artikelverzeichnissen

Links aus Artikelverzeichnissen sollten auf jeden Fall gelöscht oder entwertet werden.

6. Links aus Bookmarkdiensten

Links aus Bookmarkdiensten scheinen allem Anschein nach nicht so schädlich zu sein, wie allgemein angenommen wird. Obwohl es sich meiner Meinung nach bei den meisten Social-Bookmark-Diensten um nichts anderes als reine Linkschleudern handelt, wurde mir in den manuellen Maßnahmen noch nie ein Bookmark-Link als Negativbeispiel angezeigt. Aus diesem Grund bin ich mittlerweile dazu übergangenen, diese Seiten nicht zu löschen/entwerten – zumindest nicht beim ersten Versuch.

Sollte es sich um einen Keyword-Link handeln, würde ich ihn dennoch entfernen.

7. Links aus Webkatalogen

Ebenso erstauntlich: Genau wie die Social-Bookmarkdienste, scheinen auch Webkataloge einen deutlich besseren Ruf bei Google zu genießen, als gemeinhin angenommen wird. Bisher wurde mich in den Webmastertools kein einziger Webkatalog als Negativbeispiel genannt. Hierbei kann ein Blick auf den Pagerank nicht schaden: Hat ein Webkatalog einen relativ hohen Pagerank (z.b. mit einem Wert von 3 oder 4) kann er so schlecht nicht sein. Oder ist der Pagerank nicht völlig egal??

Sollte es sich um einen Keyword-Link handeln oder der Webkatalog einen Pagerank von 0 haben, rate ich dennoch zur Entfernung/Entwertung.

8. Links aus Branchenportalen

Branchenportale scheinen bei Google weiterhin einen guten Ruf zu genießen. Dies könnte daran liegen, dass es bei den meisten Branchenportalen gar nicht möglich ist, einen Keyword-Link zu hinterlegen. Sollte es sich bei dem Link also um den Domainnamen in den Kontaktdaten handelt, empfehle ich, ihn vorerst zu behalten.

9. Links von sonstigen Websites

In Zeiten von Weblogs und Social Media ist es schon beinahe in Vergessenheit gerade, dass es auch noch normale Websites im Internet gibt. Genau wie bei einem Blog, müssen Sie auch hier entscheiden, ob es sich um eine „natürliche“ Seite oder eine Spam-Seite handelt. Sollten eine oder mehrere der folgenden Bedingungen gelten, rate ich dazu, den Link zu entfernen, bzw. zu entwerten:

– Seite enthält viele ausgehende Links
– Seite enthält viele (ausgehende) Keyword-Links
– Seite enthält Links zu Sex-, Casino- oder ähnlichen Portalen
– Link befindet sich in einer Linkliste
– Link befindet sich im Footer-Bereich
– Link befindet sich in der Sidebar/Blogroll
– Link ist ein Keyword-Link

Ebenfalls wichtig, jedoch nicht mit bloßem Auge, sondern nur speziellen SEO-Tools zu erkennen:
– Seite ist von Google abgestraft worden
– Seite weist viele Backlinks von anderen Spam-Seiten/Blogs auf
– Seite wird häufig mit Keywords als Linktext verlinkt
– Seite stammt aus einem Spam-Netzwerk
– Seite bietet Links zum Verkauf/Tausch an

Zudem gelten auch für Websites die bereits oben zum Thema Blog-Links aufgelisteten Kriterien.

Fazit

Mitterweile gibt es zwar auch mehrere Softwaretools zur Backlink-Analyse. Am Ende sollte man sich bei Linkbewertung und Linkabbau jedoch lieber auf den gesunden Menschenverstand verlassen – oder auf einen erfahrenen SEO-Experten! 😉

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