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Geschmacklos oder ein cleverer Hotel-Linkbait?

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„Es gibt keine schlechte Publicity“. Dieser Satz gilt nicht nur für B- und C-Promis, sondern auch für Hotels – zumindest aus SEO-Sicht.

Als gebürtiger Hamelner blieb mein Blick bei der morgendlichen Spiegel-Online-Lektüre an der Schlagzeile „Hamelner Hotelkonzept: Partys im Nazi-Gefängnis“ hängen. In dem Artikel geht es um ein Hotel in Hameln, das früher als Gefängnis, in dem Nazis ihre Gefangenen quälten und töteten, diente und heute „Knastfeten“ anbietet. Kritiker finden diese Knastpartys in Hameln geschmacklos – doch wieso ist das Thema für ein SEO-Blog interessant?

Allerorts wird zwar die Relevanz von hochwertigem und einzigartigem Content betont – nach wie vor spielen möglichst viele starke Backlinks jedoch eine ebenfalls starke Rolle in der Suchmaschinenoptimierung. Seiten mit möglichst vielen Backlinks werden in der Regel auch auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisseiten gelistet. Doch genau diese Gewinnung von guten Backlinks stellt für die meisten Hotels (aber auch andere kleine und mittelständische Unternehmen) häufig eine große Herausforderung dar: Der Kauf von Backlinks ist nicht nur teuer, sondern sollte ohnehin vermieden werden, da er gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstößt. Doch wie bringt man andere Webmaster dazu, freiwillig auf eine Website zu verlinken? Als Website-Betreiber oder SEO müssen Sie sich etwas ganz Besonderes ausdenken, damit andere Webmaster und Blogger von sich aus auf Ihre Internetseite verweisen. Diese hohe Kunst wird in der SEO-Branche als Linkbait bezeichnet.

Dem Hotel in Hameln ist es mit seinen Knastpartys – wenn auch vermutlich unfreiwillig – nicht nur gelungen, eine Schlagzeile auf www.spiegel.de zu erhalten, sondern auch noch mit einem Backlink von Spiegel Online „belohnt“ zu werden: Ein Link von einer Seite wie spiegel.de dürfte für jede deutsche Website einem Ritterschlag gleichkommen. Zudem kann man auf der Artikelseite sehen, dass die Story zum jetzigen Zeitpunkt bereits 70x getwittert und 60x via Facebook weiterempfohlen wurde – das Hotel in Hameln ist mit seinen Knastpartys also auch im sogenannten Social Web Gesprächsthema und man kann davon ausgehen, dass die Geschichte noch auf vielen weiteren Newsseiten und Blogs behandelt und verlinkt werden wird. Wenn man bei Twitter nach Hameln sucht, wird jedoch auch schnell deutlich, dass hier ein gewaltiges Imageproblem auf die zuständige Hotelkette und die Stadt Hameln zuläuft – da ist professionelles Online Reputation Management gefragt!

Aktuell hat die Homepage des Hotels 71 Backlinks. Ich werde die Seite in den nächsten Tagen und Wochen im Auge behalten und an dieser Stelle darüber berichten, wie sich die Anzahl der Backlinks und die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen entwickeln wird.

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